Betriebliches Corona-Hygiene-Konzept der Firma Annette-Lampen – Juwelier & Augenoptik

 

Vorbemerkung:

Gem. der Corona-Schutzverordnung vom 1.4.2022 gelten für Kunden in unserem Geschäft keine gesetzlichen Verhaltensvorschriften mehr. Wir verzichten darauf, bestimmte Verhaltensregeln qua Hausrecht verbindlich einzufordern, da wir davon überzeugt sind, dass unsere Stammkundschaft zum ganz überwiegenden Teil sehr bewusst und umsichtig handelt. Die wenigen Corona-Leugner und Maskenverweigerer würden sich nach unserer Einschätzung auch nicht durch unsere Anweisungen beeinflussen lassen, so dass es nur zu uneffektiven Auseinandersetzungen kommen würde. Deshalb machen wir unseren Kunden keine verbindlichen Vorgaben, so dass unsere Ausführungen als Empfehlungen zu verstehen sind, die unseren Kunden eine Orientierungshilfe und Sicherheit geben sollen.

Wir selbst verpflichten uns  jedoch unsererseits, weiterhin alles zu tun, Schaden von unseren Kunden abzuwenden, auch wenn dies nicht mehr so offensichtlich wird.

 

Maßnahmen zur Infektionsvermeidung

Die wichtigsten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Corona Virus bleiben die mittelbare Lenkung des Kundenverkehrs mit dem Ziel, dass der allgemein empfohlene Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu Kollegen, Mitarbeitern und Kunden möglichst selten unterschritten wird, sowie die Umsetzung von Hygieneregeln. Dies wird von uns durch bautechnische Maßnahmen, ein Raumnutzungskonzept und Handlungsanweisungen an alle Betriebsangehörigen und fakultativ Bitten gegenüber unserer Kunden gewährleistet.

 

Bautechnische Maßnahmen:

  • Im Ladenlokal wurden am 22.04.2020 transparente Schutzeinrichtungen zur Trennung von Personal und Kundschaft für den allgemeinen Publikumsverkehr installiert, und zwar im Kassenbereich und bei unseren Beratungsplätzen.
  • Um die Aerosolbelastung zu beseitigen haben wir am 1.2.2021 ein Luftreinigungsgerät mit HEPA-Filter der Filterklasse H14 angeschafft, mit dem 99,995 % der Corona-Viren aus der Luft gefiltert werden. Dies erfolgt vor allem in der kalten Jahreszeit zusätzlich zum intensiven Lüften.

 

Kundenansprache:

  • Grundsätzlich werden eine Beratung und Versorgung im Betrieb nur dann von uns durchgeführt, wenn der Kunde nicht unter typischen Corona-Symptomen leidet. Sprecht nach Möglichkeit schon bei der Terminvereinbarung, spätestens aber bei der Begrüßung mit Eurem Kunden darüber. Wir lehnen lieber einen Termin ab, falls wir Zweifel bezüglich der Gesundheit des Kunden haben. Zumindest die Beratung des Kunden kann alternativ telefonisch erfolgen.
  • Wenn eine Versorgung trotz typischer Krankheitszeichen dennoch unumgänglich ist (z. B. defekte Sehhilfe bei deutlicher Einschränkung der Sehfähigkeit), sollten diese Personen möglichst am Ende des Geschäftsbetriebs bedient werden. Sowohl vom Kunden als auch vom Augenoptiker sollte in diesen Fällen eine FFP2-Mund-Nasenschutz-Maske und vom Augenoptiker zusätzlich eine Schutzbrille und Einmalhandschuhe getragen werden. Mundschutz, Schutzbrille und Einmalhandschuhe sollten entsprechend der Herstellerangaben verwendet werden.
  • Wir sollten versuchen, die Dauer des Aufenthalts des Kunden und die Beratung auf das nötige zeitliche Maß zu beschränken.

 

Raumnutzungskonzept:

  • Wenn ein Kunde eine neue Brille bekommen soll, werden – wenn die Situation es erfordert – sämtliche Messungen, Beratungsgespräche und die Brillenfassungsvorlage in unserem separaten Rodenstock-Sehzentrum vorgenommen, so dass der Kunde nur mit einem Augenoptiker in diesem Raum allein ist und damit optimaler Infektionsschutz gegeben ist.
  • Bei Messungen mit dem DNEye-Scanner, der subjektiven Refraktion sowie bei der ergonomischen Anpassung der Brille kann kein Mindestabstand sicher eingehalten werden. Deshalb wird in diesen Situationen entweder eine Plexiglas-Schutzmaske oder eine FFP2 Mund-Nasen-Maske genutzt. Die Kunden werden gebeten, ihren persönlichen mindestens medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Wer keinen eigenen hat, bekommt von uns einen solchen zur Verfügung gestellt.
  • Trauringberatungen und andere Beratungsgespräche werden in unserer separaten HochzeitsLounge durchgeführt, um den Abstand im Ladenlokal vergrößern zu können und damit Sicherheitszonen zu nutzen.

 

Personaleinsatz / persönliche Schutzmaßnahmen:

  • Um die Ausbreitung des Coronavirus auf alle Firmenangehörige zu verhindern, haben wir während der ersten Corona-Welle in zwei Funktionsgruppen gearbeitet, die untereinander keinen direkten Kontakt hatten.
  • Seit der zweiten Corona-Welle tragen alle Betriebsangehörigen ununterbrochen im gesamten Geschäft mit allen angeschlossenen Räumen FFP2-Masken. Ausnahmen sind bei bestimmten Arbeiten im äußerst begrenzten Maß notwendig.
  • Seit Ende März 2021 sind alle Betriebsangehörigen zumindest einmal geimpft, z. T. sogar schon zweimal. Eine vollständige Immunisierung wird Ende Juni 2021 erzielt sein.
  • Ab dem 12. April 2021 haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich zweimal in der Woche durch die betriebliche Test-Beauftragte Annette Lampen testen zu lassen.
  • Seit Dezember 2021 sind alle Betriebsangehörigen geboostert.
  • Seit Anfang 2022 werden alle Betriebsangehörigen täglich getestet, so dass wir in allen Arbeitsräumen ohne Kundenkontakt auf das Maske tragen verzichten können.

 

Verbindliche Handlungsanweisungen an alle Betriebsangehörigen für individuelle Hygienemaßnahmen:

  • Der Kontakt untereinander folgt den Regeln des Social Distancing.
  • Alle Betriebsangehörigen sind angehalten, direkte Berührungen, Händeschütteln und Umarmungen sowie das Berühren des eigenen Gesichts mit den Händen zu unterlassen.
  • Alle Betriebsangehörigen sind angehalten, grundsätzlich in ein Taschentuch zu niesen und zu husten, notfalls in die Armbeuge – in jedem Fall von anwesenden Personen abgewandt – und anschließend das Papiertaschentuch direkt zu entsorgen.
  • Essen und Trinken ist im Ladenlokal verboten und in den übrigen Räumen auf das absolut notwendige Maß reduziert. Ausgenommen ist das notwendige und wichtige Wasser trinken, allerdings nach gründlichem Händewaschen.
  • Äußerst wichtig ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mind. 30 Sekunden lang) mit Seife unter fließendem Wasser, vor allem vor und nach dem Kundenkontakt, aber auch nach Ankunft im Betrieb, vor dem Wasser trinken sowie vor und nach dem Toilettengang. Ist das Händewaschen nicht möglich, sollten die Hände mit Handdesinfektionsmittel desinfiziert werden.
  • Jeder Betriebsangehörige bringt sein eigenes, persönlichen Handtuch mit, das er am Feierabend wieder mit nach Hause nimmt und dort wäscht, um die Verbreitung von Viren zu verhindern. Alternativ können Papierhandtücher verwendet werden.
  • Die Beratungsgespräche möglichst kurzhalten.
  • Soweit verfügbar, sollten beim direkten Kundenkontakt Einmalschutzhandschuhe getragen werden.
  • Vor und nach einem Kundenkontakt ohne Schutzhandschuhe (z. B. Kontaktlinsenanpassung) sollten die Hände mit Seife gründlich gereinigt oder mit einem Händedesinfektionsmittel gründlich desinfiziert werden.
  • Bittet den Kunden, bei kontaktintensiven Vorgängen, Refraktion, Untersuchung oder Kontaktlinsenanpassung möglichst wenig zu sprechen, vereinbart gegebenenfalls Handzeichen.
  • Vermeidet bei allen Tätigkeiten nach Möglichkeit den frontalen Kontakt, arbeitet von der Seite oder über Spiegel.
  • Wurde beim Kundenkontakt im besonderen Einzelfall eine Einmal-PSA (Persönliche Schutzausrüstung) verwendet, muss diese nach dem Patientenkontakt entsorgt werden.
  • Nach Möglichkeit sollte jeder Mitarbeiter einen festen Beratungsplatz haben. Hilfsmittel bei der Beratung/Versorgung (Preislisten, Stifte, Werkzeuge etc.) sollten personenbezogen verwendet werden. Wo das nicht möglich ist, sind bei der Verwendung der Werkzeuge – soweit vorhanden – geeignete Schutzhandschuhe zu verwenden.
  • Haltet die allgemeinen Hygieneregeln konsequent ein.
  • Räumlichkeiten, in denen sich mehrere Mitarbeiter und/oder Kunden gleichzeitig aufhalten, sowie Untersuchungsräume sollten regelmäßig gelüftet werden. Von einer Abschaltung von Klima- und Lüftungsanlagen wird abgeraten, da dies zu einer Erhöhung der Aerosolkonzentration in der Raumluft und damit zur Erhöhung des Infektionsrisikos führen kann. Das Übertragungsrisiko über Klima- und Lüftungsanlagen wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) insgesamt als gering eingestuft.
  • Selbst kleine Wunden und Risse in der Haut sollten umgehend abgedeckt und mit einem Pflaster beklebt werden.
  • Bei Kontakt von Flächen oder Geräten mit Blut oder Körperflüssigkeit (z. B. Verletzung) ist eine Desinfektion stets erforderlich. Dies entspricht auch den bisherigen Vorgaben zur Gerätedesinfektion.
  • Geschirr und Wäsche sollten kochend heiß gewaschen werden.

 

Desinfektion:

Zu häufiges Desinfizieren der Brillen kann die Fassungen auf Dauer beschädigen. Die Herstellerangaben sind hier zu beachten. Besser geeignet ist deshalb eine Ultraschall-Reinigung.

  • Reinigt sämtliche Brillenfassungen, Schmuck und andere Gegenstände, mit denen der Kunde in Berührung gekommen ist, bevor diese wiederverwendet oder in die Auslage zurückgegeben werden, im Ultraschallgerät mit fettlösendem Spülmittel, weil das Virus dadurch unschädlich gemacht werden kann.
  • Wechselt die Flüssigkeiten in Ultraschallreinigungsgeräten nach jeder Reinigung verwendet pro Kunden ein Flüssigkeitsbehältnis. Nutzt geeignete Flüssigkeiten nach Herstellerangaben.
  • Reinigt die Brillen des Kunden, bevor die Reparatur oder die Anpassung durchgeführt wird. Bei Bedarf sind vom Kunden übergebene oder abgenommene Versorgungen mit Instrumentendesinfektionsmittel zu desinfizieren.
  • Bittet die Kunden, die Brille(n) selbst aufzusetzen, sofern das möglich ist.
  • Desinfiziert regelmäßig kontaktintensive Oberflächen wie Stuhllehnen, Türklinken, EC-Gerät, Registrierkasse, Telefone etc.
  • Reinigt und desinfiziert nach dem Kundenkontakt alle Oberflächen, insbesondere in der Umgebung des direkten Kundenkontakts. Hierzu gehören auch Tischflächen und Armlehnen des Stuhls des Kunden. Im Übrigen ist eine einmalige Flächendesinfektion pro Tag ausreichend.
  • Elektrische Geräte, die wegen bestehender Brand- und Explosionsgefahr und/oder dem Risiko eines elektrischen Schlages nicht mit alkoholischen Sprühdesinfektionsmitteln behandelt werden dürfen, sollten mit Einmaldesinfektionstüchern und fettlösenden Reinigungsmitteln abgewischt werden.

  

Desinfektion von Oberflächen:

Während Seife beim Händewaschen dazu in der Lage ist, die Virushülle – und damit das Virus insgesamt – zu zerstören, sind zur Desinfektion von Oberflächen geeignete Desinfektionsmittel erforderlich.

Allgemein wird empfohlen, nur vom Verbund für Angewandte Hygiene e. V. (VAH) gelistete und für wirksam befundene Desinfektionsverfahren zu benutzen. Eingesetzte Desinfektionsmittel sollten zudem mindestens die nachgewiesene Wirksamkeit „begrenzt viruzid“ haben. Wir beziehen unsere Desinfektionsmittel aus der heimischen Mauritius-Apotheke, die uns auch hierzu berät.

Verwendet Desinfektionsmittel großzügig und lasst es mindestens 30 Sekunden (die Herstellerangaben beachten) einwirken. Trocknet nicht verdunstete Reste erst danach ab.

 

Das Infektionsrisiko muss auch durch entsprechendes Verhalten im privaten Bereich minimiert werden:

  • Da häufiges Händewaschen und Desinfizieren die Haut austrocknen, wird auf die Wichtigkeit der Hautpflege nach der Arbeit hingewiesen.
  • Auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Nutzt besser das Fahrrad, geht zu Fuß oder benutzt das eigene Auto.
  • Bedenkt: Auch unter Kollegen ist eine Ansteckung möglich. Infizierte Personen können andere schon einige Tage, bevor die Erkrankung Symptome zeigt, anstecken.
  • Führt tägliche eine Symptomkontrolle Schon leichtes Fieber kann eine Infektion anzeigen. Daher ist eine erhöhte Körpertemperatur > 37,3° oder ähnliche Anzeichen einer Erkrankung dem Arbeitgeber vor dem Aufsuchen des Arbeitsplatzes unverzüglich anzuzeigen (z. B. telefonisch). Symptomatische Mitarbeiter werden sofort von der Arbeit freigestellt und begeben sich in häusliche Quarantäne, bis eine Corona-Infektion ausgeschlossen werden kann.
  • Mitarbeiter, die engen, ungeschützten Kontakt mit einem SARS-CoV-2-positiven Mitarbeiter hatten, müssen in jedem Fall eine strenge Symptomenkontrolle über 14 Tage durchführen. Empfohlen wird eine Untersuchung durch den Hausarzt, ggf. bei Auftreten von Symptomen häusliche Quarantäne und Diagnostik auf SARS-CoV-2 nach ärztlicher Indikation.

 

Schlussbemerkungen:

Dieses betriebliche Hygiene-Konzept wurde allen Mitarbeiter/inne/n am 20. April 2020 schriftlich ausgehändigt und es erfolgte eine Unterweisung der Beschäftigten, damit sie die Schutzmaßnahmen beherzigen. In diesem Zusammenhang wurde auch besprochen, ob Mitarbeiter zu Risikogruppen gehören.

 

Ennigerloh, 20. April 2020

 

Annette Lampen                                                Helmut Schäfer-Lampen

 

Das betriebliche Hygiene-Konzept wurde am 17.05.2021 sowie am 04.04.2022 den geltenden Corona-Schutzverordnungen entsprechend aktualisiert.